17Mitteilungen in den sozialen Medien
Soziale Medien eignen sich zunächst, um rasch und oft über Neuigkeiten zu informieren. Die Gemeinden können aber auch in einen Dialog mit der Bevölkerung treten. Daneben können auch Feedbacks und Vorschläge eingehen. Es sind auch ortsfremde Zielgruppen erreichbar wie beispielsweise Heimweh-Einwohner/innen und Zweitwohnungsbesitzer/innen.
Soziale Medien werden in den Gemeinden als ergänzendes Kommunikationsmittel angesehen, da sie keine der herkömmlichen Instrumente ersetzen. Um Personen unterschiedlichen Alters zu erreichen, kann der Einsatz unterschiedlicher Kanäle sinnvoll sein.
Es ist wichtig, den Einsatz von sozialen Medien strategisch zu planen und die geeignete Kanäle festzulegen. Bei dieser Entscheidung soll auch das Verhalten der Zielgruppe pro Kanal beachtet werden. Für die Umsetzung ist die Erstellung einer Richtlinie zu empfehlen.
Praxisbeispiele:
Material und Beispiele finden Sie unter den Links nebenan.
Studie der FH Graubünden:
Gemäss der Studie der FH Graubünden senden 34.5% der Gemeinden Mitteilungen in den sozialen Medien (Studie: Abb. 53, S. 57). In Bezug auf die Frage, welche Kanäle diese Gemeinden nutzen, wurde Facebook am häufigsten genannt (28% dieser Gemeinden; N=115), gefolgt von Instagram (13.5%) (Studie: Abb. 54, S. 58).
Gemäss einer Zusammenfassung der Studie der IGEM Interessengemeinschaft elektronische Medien (2023, S. 1) nutzen 82% der Bevölkerung in der Schweiz mindestens gelegentlich soziale Medien. Instagram ist gemäss dieser Studie nun die beliebteste Social Media-Plattform, gefolgt von Facebook. An dritter Stelle liegt Linkedin.
Empfehlung:
Der Einsatz von Social Media sollte strategisch geplant werden, da der Aufwand nicht zu unterschätzen ist. Unter Umständen ist ein Verzicht konsequenter (insb. kleinere und mittlere Gemeinden). Bei der Umsetzung ist ein effizienter Einsatz nötig (z.B. News auf Webseite gleichzeitig als Instagram-Posts aufbereiten). Es braucht einen Content-Plan, um frühzeitig relevanten Inhalt zu generieren und nicht von Zufälligkeiten abhängig zu sein. Unpolitische Inhalte eignen sich grundsätzlich besser, da sog. «Shitstorms» weniger wahrscheinlich sind. Dazu sind die Politiker/innen frühzeitig zu sensibilisieren. Es empfiehlt sich, ein Monitoring (Person für Moderation und Etikettenwahrung) durchzuführen.
- Biel / Bienne BEhttps://www.biel-bienne.ch/fr/reseaux-sociaux.html/2882
- Città di Lugano TIhttps://www.lugano.ch/area-media/social-media.html
- Commune de Val de Bagnes VS (Charte d’utilisation de la page Facebook de la Commune de Val de Bagnes)https://www.valdebagnes.ch/reseauxsociaux
- Comune di Calenzano, Italienhttps://www.facebook.com/ComunediCalenzano
- Gemeinde Lana/Comune die Lana, Italienhttps://www.youtube.com/@gemeindelanacomunedilana7213/videos
- Pfäffikon ZHhttps://www.pfaeffikon.ch/
- Ville de Neuchâtel NEhttps://www.neuchatelville.ch/medias/medias-sociaux
- «Facebook eignet sich sehr gut für die Behördenkommunikation» (Schweizer Gemeinde)https://www.schweizer-gemeinde.ch/artikel/facebook-eignet-sich-sehr-gut-fuer-die-behoerdenkommunikation
- Social Media als Teil der modernen Gemeindekommunikation (Baublatt)https://www.baublatt.ch/kommunal/gemeinde-koeniz-social-media-als-teil-der-modernen-gemeindekommunikation-32987
- Verwendung von Bildern und Videos. Ein Urheber- und datenschutzrechtlicher Leitfaden für öffentliche Organe des Kantons Basel-Stadt (Kanton Basel-Stadt)https://www.staatskanzlei.bs.ch/kommunikation/social-media.html